Sinusitis

Schleimbildende Lebensmittel-Kost reduzieren

Ich habe häufig Erkältungen und würde gerne die Bildung von Schleim reduzieren. Ich bekomme meist Probleme mit den Nebenhöhlen, da einfach viel zu viel Schleim auf einmal produziert wird. Es hat nichts damit zu tun, dass meine Nebenhöhlen bakteriell übermäßig belastet sind. Vielmehr kommt es durch die massive Schleimproduktion zu einem Sekretstau. Ich habe gelesen, dass gewisse Lebensmittel dazu beitragen die Schleimbildung im Körper zu fördern oder aber auch zu reduzieren. Welche Lebensmittel wäre das?

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Was hilft gegen chronische Nebenhölenentzündung?

Ich habe, so wie wahrscheinlich viele andere auch, häufig  Probleme mit meinen Nebenhölen. Ich wurde auch schon 2 mal operiert und war bei unzähligen Ärzten. Mir ist aufgefallen, dass die Symtome auch häufig während der Zeit auftreten, wo Pollen unterwegs sind. Jetzt wollte ich hier mal fragen, ob sich damit jemand im Detail auskennt.

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Ernährung, viel trinken und Nasenspray

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Ich bin Staatlich geprüfter Lebensmitteltechniker und möchte hier mein Wissen über Lebensmittel und Erfahrungen einer erfolgreichen Behandlungsstrategie einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung mit euch teilen. Ich leide bereits seit ca. 25 Jahren an dieser Krankheit und kann heute sagen, dass ich geheilt bin. Ich habe auch schon zwei Operation hinter mir. Ich war bestimmt schon bei 20 verschiedenen Ärzten. Auch ein Professor hat sich meine Röntgenbilder einmal angeschaut. Es wurden sowohl MRT als auch CRT Aufnahmen von meinem Schädel gemacht. Der Befund: Anatomisch verengte Nasennebenhöhlen, Stirnhöhlen sowie deren Kanäle. Des Weiteren hatten sich Polypen gebildet. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Man muss sich mit dem Thema schon etwas detailierter befassen, um einen nachhaltigen Behandlungserfolg möglich zu machen.

 

Überschüssiger Schleim ist ein Anzeichen dafür, dass der Körper durch den Kontakt mit schädlichen Stoffen in Aufruhr geraten ist. Selbst bei einer einfachen Erkältung bildet der Körper als Abwehrreaktion Schleim. Schleim hat eigentlich die positive Eigenschaft, dass er Viren daran hindert von Zelle zu Zelle zu wandern, um sich auszubreiten. Viren brauchen zum Überleben einen Wirt. Durch den Schleim wird der Weg von Wirtszelle zu Wirtszelle blockiert. Der Schleim schützt zudem die Schleimhäute. Der Schleim kann aber durch eine Überreaktion des Körpers, ausgelöst durch Staub, Rauch, Verunreinigungen, Chemikalien, Allergene und schädlichen Nahrungszusätzen, in einem überschwänglichen Maß produziert werden. Der Schleim kann dann aufgrund der anatomischen Verengung auch nicht mehr so leicht abfließen. Somit kommt es zu einer Verstopfung. Durch die mangelnde Belüftung breiten sich dann auch noch Bakterien aus. Da der Schleim nicht abfließen kann und Bakterien sich ausbreiten, baut sich dann ein Druck auf. Dadurch bekommt man dann Kopfschmerzen. Fast jeder dritte Mensch trägt den Keim Staphyloccocus aureus in sich. Dieser Keim besiedelt auch die Schleimhäute in unseren Körper. Gesunde Menschen sind gegenüber diesen Keim immun. Das Immunsystem behält im Kampf gegen diesen Keim die Oberhand. Ist das Immunsystem eines Menschen allerdings geschwächt, so kann sich dieser Keim ausbreiten und die Oberhand über das Immunsystem erlangen.  Eine verstopfte Nase mit geschädigten Schleimhäuten begünstigt die Ausbreitung dieses Keims. Staphylococcus aureus ist verantwortlich für viele schwere Erkrankungen, wie Lungeninfektionen, Harnwegsinfektionen, Mittelohrenentzündungen, Hautabzesse und eben auch Nebenhölenentzündungen. Es gibt noch unzählige weitere Erkrankungen, die durch diesen Keim ausgelöst werden können. Im schlimmsten Fall kann man eine Sepsis (Blutvergiftung) gekommen, wodurch man sogar sterben kann. Rund 60000 Menschen sterben pro Jahr in Folge einer Sepsis alleine in Deutschland. Um zu mindestens der schlechten Belüftungssituation durch Verstopfung der oberen Atemwege entgegenzuwirken, kann man vorübergehend abschwellende Nasensprays verwenden. Aber Vorsicht: Durch zu häufigen Gebrauch von abschwellenden Nasensprays trocknen die Nasenschleimhäute aus. Das wiederum kann dazu führen, dass die Nasenschleimhaut rissig wird. In der Folge nisten sich Viren und Bakterien ein, wodurch es wieder zu einer Nebenhöhlenentzündung kommen kann. Um diesen Effekt etwas abzumildern sollte das verwendete Nasenspray den Wirkstoff Dexpanthenol beinhalten. Dieser Wirkstoff wirkt schleimhautregenerierend und fördert zudem die Wundheilung. Damit die Nasenschleimhäute nicht zu trocken werden eignen sich zudem Meerwassernasensprays und Nasenöle. Um den Schleim so schnell wie möglich wieder zu lösen eignet sich zudem das Inhalieren von heißen Dampf. Um die Schleimlösung zu unterstützen werden dem Inhalat ätherische Öle aus Eukalyptus. Latschenkiefer oder Fichtennadeln hinzugefügt. Des Weiteren hilft Kamille gegen leichte Entzündungen und bekämpft zudem die Bakterien.

 

Bei Schnupfen sollte man zudem ganz penibel darauf achten nicht mit hohem Druck in ein Taschentuch zu schnäuzen. Durch das Schnäuzen mit hohem Druck wird der keimbelastete Schleim in die Verbindungskanäle direkt in die Nasennebenhöhlen gepresst. Das ist wirklich die denkbar schlechteste Idee, die man haben kann, um einen Schnupfen loszuwerden. Besser wäre es, wenn man den Schleim hochzieht und ausspuckt oder runterschluckt. Im Magen zersetzt sich dann der Schleim. Die Bakterien werden im Magen-Darm-Trakt durch das saure Milieu und durch darmfreundliche Bakterien abgetötet. Auch wenn das unappetitlich ist, es ist eine zwingend erforderliche Maßnahme, um einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung entgegenzuwirken. Und wenn man dennoch ein Taschentuch zum Reinigen der Nase verwenden möchte, dann sollte man ganz vorsichtig ohne großen Druck schnäutzen.

 

Viele Allergiker haben schnupfen, da die Nasenschleimhäute gerade in der Pollenzeit mit Pollen verunreinigt sind. Es gibt aber auch noch andere Allergene wie Hausstaub, Schimmelpilze, Tierhaare sowie berufs- und situationsbedingte Allergene, die über die Atemluft aufgenommen werden können. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem auf eher harmlose Substanzen mit einer heftigen Überreaktion. Die Schleimhäute schwellen an und die Schleimproduktion nimmt unverhältnismäßig zu. Durch die schlechte Belüftungssituation kann es dann zu einer sogenannten allergischen Sinusitis kommen. Es gibt zwei Möglichkeiten eine allergische Sinusitis einzudämmen. Zum einen sollte man dafür sorgen, dass die Allergene nicht im überschwenglichen Maß mit den Schleimhäuten in Kontakt kommen oder durch die Nahrung mit aufgenommen werden und zum anderen sollte man das Immunsystem trainieren, damit die Immunantwort auf Allergene nicht immer so heftig ausfällt. Aber auch in der kalten Jahreszeit plagt uns das eine oder andere Mal ein Schnupfen. Die Schleimhäute der Atemwege können durch Schleim, Bakterien, Viren, Allergene wie Pollen, Schadstoffe, Staub, Rauch oder weitere flüchtige Fremdkörper verunreinigt sein. Durch eine regelmäßige Pflege der Nasenschleimhäute, kann man gerade in der Pollenzeit aber auch in der kalten Jahreszeit einen ausufernden Schnupfen verhindern. Um die Nasenschleimhäute von den Pollen, Bakterien und Viren sowie überschüssigen Schleim zu befreien, kann man eine Nasendusche mit einer isotonischen Meersalzlösung verwenden. Dadurch reinigt man die Nasenschleimhäute. Ist der Schnupfen allerdings schon stark ausgeprägt, so kann es passieren, dass die Spüllösung nicht mehr richtig abfließen kann. Dadurch kann sich im schlimmsten Fall dann der Kopfdruck und die Kopfschmerzen noch erhöhen. Als vorbeugende Maßnahme sind Nasenduschen bei richtiger Anwendung aber durchaus sehr empfehlenswert. Des Weiteren haben sich Pollenschutzgitter bewährt, um die Innenräume vor den Eindringen von Pollen in der Pollenflugzeit zu schützen. Durch diese Maßnahmen kann man schon einmal den Kontakt zu Allergenen eindämmen. Um  nun auch noch das Immunsystem in Balace zu bekommen, hat sich in der Naturheilkunde schwarzes Kümmelöl in einer Langzeittherapie bewährt. Schwarzes Kümmelöl kann die Symtome einer Allergie mildern und in vielen Fällen sogar komplett verschwinden lassen. Dazu nimmt man das schwarze Kümmelöl über einen Zeitraum von 3 bis 6 Monaten regelmäßig zu sich. Durch die regelmäßige Einnahme von schwarzen Kümmelöl wird das Immunsystem ausbalanciert, so dass es bei Kontakt mit harmlosen Substancen nicht zu einer Überreaktion kommt. Um die allergische Reaktion des Immunsystems auszubalancieren fangen viele Allergiker bereits im Winter an schwarzes Kümmelöl einzunehmen, um in der Pollenflugzeit  besser darauf vorbereitet zu sein.

 

Im Winter trocknen die Nasenschleimhäute schneller aus. Das liegt daran, da kältere Luft weniger Wasserdampf aufnehmen kann. Kältere Luft ist trocken im Vergleich zur warmen Luft. Aber Vorsicht: Heizungsluft ist dennoch trocken. Dies liegt daran, da die trockene Außenluft einfach nur erwärmt wird. Erwärmte Luft dehnt sich aus. Die gepeicherte Feuchtigkeit in der Luft bleibt aber gleich. Dadurch sinkt die relative Luftfeuchtigkeit. Deshalb ist auch Heizungsluft zu trocken. In klimatisierten Räumen sollte man darüber hinaus die Luft auch nicht zu stark abkühlen. Ansonsten läuft man Gefahr seine Schleimhäute auszutrocken und sich eine Erkältung einzufangen, woraus dann eine Nebenhölenentzündung entstehen kann. Klimatisierte, kalte Luft ist in der Regel sehr trocken. Gerade am Arbeitsplatz ist man häufig der Umgebungsluft schutzlos ausgeliefert. Häufig muss man über viele Stunden am Tag hinweg in klimatisierten  Räumen arbeiten. Das kann eine hohe Belastung für die Gesundheit sein, da die Schleimhäute bei klimatisierter und trockener Luft austrocknen. Damit die Nasenschleimhäute nicht zu trocken werden kann man auch hier Meerwassernasensprays und Nasenöle.verwenden. Im Winter eignen sich Luftbefeuchter, um der Austrockung der Schleimhäute zu mindestens in den eigenen vier Wänden entgegenzuwirken. Trockene Schleimhäute neigen dazu rissig zu werden. Dies ist ein Einfallstor für Viren und Bakterien. Daher sollte man als Sinusitis-Patient den Zustand der Nasenschleimhäute im Blick behalten. Die Nasenschleimhäute haben eine wichtige Reinigungsfunktion. Deshalb sollten die Nasenschleimhäute zu jeder Zeit in Takt sein und richtig befeuchtet sein. 

 

Trockene Umgebungsluft findet man:

  • in der kalten Jahreszeit
  • in klimatisierten Räumen
  • in beheizten Räumen
  • staubhaltige Luft

 

Hier sehen Sie ein Diagramm, welches den Zusammenhang zwischen der Temperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit visuell darstellt.

Die Schleimhäute der Atemwege können aber auch auf andere Weise geschädigt werden. Ist die Luft verschmutzt, so nimmt man die Verunreinigungen mit der Atemluft auf. Dies kann die Schleimhäute der Atemwege austrocken und schädigen. Die enthaltenen toxischen Substanzen schädigen aber nicht nur die Schleimhäute. Der gesamte menschliche Körper kann durch verunreinigte Luft nachhaltig geschädigt werden. Verrauchte Kneipen sollten als Sinusitis-Patient ebenso gemieden werden, wie Hausstaub oder Staub am Arbeitsplatz. In Zigarettenrauch haben Wissenschaftler rund 250 toxische Substanzen gefunden, die teilweise sogar sehr stark gesundheitsschädlich sind. Neben Nikotin, Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, 1,3-Butadien, Benzpyren und Benzol fanden die Wissenschaftler auch Stoffe wie Blausäure, Blei, Amoniak, Arsen, Phenol, Cadmium, Acrylnitil und Formaldehyd. Schaut man sich die gesundheitsschädlichen Wirkungsweisen dieser hochtoxischen Substanzen im Detail einmal an, so stellt man schnell fest, dass man nicht nur als Sinusitis-Patient weder passiv noch aktiv rauchen sollte. Die Atemluft kann aber auch durch viele weitere Ereignisse verunreinigt werden. Wohnt man an einer viel befahrenen Verkehrsstraße, so kann auch der in der Luft enthaltene Feinstaub der Gesundheit einen nicht zu vernachlässigenden Schaden zufügen. Hier eignen sich spezielle Luftreinigungsgeräte, um den Feinstaub und andere Schadstoffe aus der Atemluft in Innenräumen herauszufiltern. Damit kann man die Luftqualität in Innenräumen verbessern. Es gibt auch Kombinationsgeräte, die die Luft reinigen und befeuchten. Man sollte darauf achten, dass das Luftreinigungsgerät über einen HEPA-Filter und einen Aktivkohlefilter verfügt. Dadurch werden Schadstoffe zuverlässig abgeschieden. Ein enthaltener Aktivkohlefilter kann sogar OZON abbauen und unschädlich machen. OZON ist ein Gas, welches aus 3 Sauerstoffatomen besteht. OZON entsteht unter UV-Einstrahlung aus Stickoxiden von Autoabgasen und Sauerstoff.

Durch UV-Strahlung entsteht aus

 

NO2 + O2 ---> NO + O3

Dieser Prozess ist reversible, d.h.:

NO + O3 ---> NO2 + O2

OZON ist ein sehr reaktives Gas und dringt bis tief in die Verästelungen der Lunge ein und reizt dort das Gewebe, wodurch Entzündungsreaktionen ausgelöst werden können. Auch die Schleimhäute der oberen Atemwege werden durch OZON gereizt. Eine Entzündungsreaktion lässt die Schleimhäute anschwellen. OZON ist für Sinusitis-Patienten ebenfalls zu meiden. 

 

Querschnitt Schleimhaut:

 

Des Weiteren sollte man auf eine sehr gute Zahngesundheit achten. Die Zahnwurzeln ragen bis zum Boden der Kieferhölen und sind nur durch eine dünne Knochenlamelle voneinander getrennt. Die Kieferhöhlen sind ein Teil der Nasennebenhöhlen. Sind die Zahnwurzeln entzündet, so kann sich die Entzündung bis in die Kieferhöhlen ausbreiten. Auch die übermäßige Schleimproduktion wird durch Entzündungsherde im Köper angeregt. Um die Zähne gesund zu halten eignen sich elektrische Zahnbürsten. Die Reinungsleistung ist bei elektrischen Zahnbürsten je nach Hersteller um einiges besser als bei einer manuellen Zahnreinigung mit Zahnbürste. Des Weiteren sind Mundduschen sehr zu empfehlen, um auch die Zahnzwischenräume gut reinigen zu können. Hier kann ich das Mundpflegecenter von Oral-B mit gutem Gewissen empfehlen. Ich selber verwende dieses Munpflegecenter schon seit etlichen Jahren.

 

Die Zahnwurzeln der oberen Zähne sind nur durch eine dünne Knochenlamelle von der Kieferhöle getrennt. Die Kieferhölenschleimhaut liegt direkt auf der dünnen Knochenlamelle. 

 

 

Geholfen haben mir die Operationen schon. Die Neben- bzw. Kieferhöhlen wurden verbreitert und ausgeräumt, d.h. Polypen wurden entfernt. Ich bekomme jetzt nachts wieder besser Luft und kann dadurch besser schlafen. Auch das trägt zu einem stärkeren Immunsystem bei. Dennoch habe ich mindestens 3-mal pro Jahr Probleme mit den Stirnhöhlen. Damals hatte ich auch Probleme mit den Kieferhöhlen und anderen Bereichen der Nasennebenhöhlen. Das ist jetzt schon deutlich besser geworden. Meine beratenden Ärzte sind einvernehmlich der Meinung, dass eine Operation an den Stirnhölen ein großes Risiko darstellt, so dass mir davon letzendlich abgeraten wurde. Ich habe diese Meinung von verschiedenen Ärzten eingeholt und vertraue auch darauf. Leider habe ich immernoch Probleme mit den Stirnhölen. Ich bin sehr empfindlich und muss stark darauf achten, was ich esse, trinke und wie ich mich sonst so verhalte.

 

Ich betreibe Sport. Ich mache so eine Art Aerobic. Also Kurse wie Fit Fight oder BBRP stehen auf dem Trainingsplan. Früher habe ich mich beim Sport immer viel zu doll verausgabt. Teilweise habe ich 2 Kurse hintereinander gemacht und danach bin ich auch noch in die Sauna gegangen. Ich habe gemerkt, dass mir das nicht guttut. Wenn ich es mal wieder komplett übertrieben habe, ist es auch häufig zum Ausbruch der Sinusitis gekommen. Bei meiner Recherche habe ich festgestellt, dass eine Überlastung beim Sport keinesfalls gesund ist. Eine kurzfristige Überlastung bis zu 45 Minuten ist kein Problem. Durch eine Überlastung des Körpers über eine ganze Stunde hinweg, wird auch das Immunsystem stark beansprucht. Durch die übermäßige sportliche Aktivität kommt es zu kleinen Verletzungen an den Muskelfasern. Der Körper reagiert mit einer Entzündung, um die Schäden zu reparieren. Dies ist ein normaler und auch wünschenswerter Prozess. Übertreibt man es jetzt komplett mit dem Sport, so wird auch das Immunsystem überstrapaziert und die Immunabwehr verliert an Schlagkraft. Diesen Effekt bezeichnen Mediziner als "open window". In dieser Phase des vorübergehend geschwächten Immunsystems ist der Körper ganz besonders anfällig für Infektionen. Die Infektionen können sich dann im Körper ausbreiten. Fährt man nun anschließend evtl. noch mit der Bahn in der kalten Jahreszeit in einer Großstadt wie Hamburg nach Hause und atmet dort Viren und Bakterien ein, so kann es sein, dass diese die Oberhand über das vorübergehend geschwächte Immunsystem gewinnen und den Menschen mit den typischen Symptomen krank machen. Deshalb sollte man darauf achten, sein eigenes Immunsystem auch kurzfristig nicht komplett zu überfordern. Sport ist dennoch wirklich überaus Gesund. Gerade das Immunsystem aber auch der gesamte Körper profitiert ganz enorm vom Sport. Man sollte sich allerdings nicht zu sehr überanspruchen. Das schadet der Gesundheit und kann wie bei mir zu vermehrten Nebenhölenentzündungen führen.

 

Ich denke folgende Faktoren spielen eine entscheidende Bedeutung, wenn man die häufigen Probleme mit den Nasennebenhöhlen in den Griff bekommen will.

Was hilft zur Prävention vor Nasennebenhölenentzündungen

  1. ausreichend Wasser trinken
  2. kein Verzehr von Milchprodukten
  3. nicht zu viel Fleisch konsumieren
  4. glutenreiche Kost reduzieren
  5. stark zuckerhaltige Speisen und Getränke meiden
  6. auf eine basische und gesunde Ernährung achten
  7. Sport treiben, aber nicht überlasten
  8. Staubige oder verschmutzte Luft meiden
  9. weder aktiv noch passiv rauchen
  10. Ansteckungsgefahr minimieren
  11. ausreichend schlafen u. Stress reduzieren
  12. trockene Luft meiden (klimatisierte Luft u. Heizungsluft)
  13. im Winter warm anziehen und Mütze tragen
  14. kurzfristig abschwellende Nasensprays mit Dexpanthenol verwenden
  15. Zähne pflegen und Entzündungen vermeiden
  16. befeuchtende isotonische Nasensprays aus Meerwasser verwenden
  17. Nasenöl zur Nasenpflege verwenden
  18. Sinupret und Gelomyrtol sind gut verträglich und helfen bei Nebenhöhlenentzündung
  19. im Winter Luftbefeuchter in Innenräumen verwenden
  20. Luftreinigungsgeräte in Innenräumen verwenden
  21. in Pollenzeit Pollenschutzgitter an Fenstern verwenden
  22. in Pollenzeit Nasendusche mit Meersalzlösung verwenden, um Nasenschleimhäute zu reinigen
  23. Bettwäsche regelmäßig waschen
  24. Bettwäsche sollte für Allergiker geeignet sein
  25. beim Sport nicht überstapazieren
  26. bei Schnupfen nicht mit hohem Druck schnäutzen
  27. Kurkuma-Lösung gurgeln
  28. schwarzes Kümmelöl lindert allergische Reaktionen bei Langzeittherapie
  29. Immunsystem stärken
  30. Erkältungstee mit viel Honig trinken

 

Punkt 29 ist von übergeordneter Bedeutung. Das Immunsystem sollte stark sein. 70% aller Immunzellen im Körper befinden sich im Darm. Daran sieht man sehr schnell, wie wichtig eine gute Darmgesundheit ist. Leider verabreichen grade bei einer Nasennebenhölenentzündung Ärzte häufig Antibiotika. Antibiotika und auch Schmerzmittel können der Darmgesundheit einen riesigen Schaden zufügen. Also hier sollte man wirklich aufpassen, denn gerade durch ein geschwächtes Immunsystem haben Infektionskrankheiten wie die Sinusitis ein leichtes Spiel. Ich persönlich halte von einer Symtombekämpfung in der Medizin sowieso nicht so sonderlich viel. Besser ist es, wenn man die Ursachen der Krankheit bekämpft. Nur so kann man nachhaltige Erfolge erzielen. In manchen Fällen kann natürlich eine Behandlung mit Antibiotika und Schmerzmitteln unumgänglich sein und im Ernstfall sogar Leben retten. Das ist mir bewusst. Dennoch, es wird teilweise viel zu leichtsinnig Antibiotika verordnet. Auch die Einnahme von Schmerzmitteln sollte nicht zu leichtsinnig erfolgen. Ist die Darmflora einmal gestört, so kann es Jahre dauern bis der Darm und dem zu Folge auch das Immunsystem sich wieder davon erholt. In jedem Fall sollte man sich als Sinusitis-Patient mit dem Thema Darmsanierung einmal intensiv beschäftigen. Meist kann man schon durch einen gesunden Darm Nasennebenhöhlenentzündungen abwenden. Klingt zunächst etwas absurd, ist aber wahr. Um den Darm zu sanieren, kann man Darmbakterien auch in Kapselform zu sich nehmen. Aber auch das Milleu im Darm sollte verbessert werden. Produkte wie Combi Flora, Bentonit und Flohsamenschalen haben sich zur Darmsanierung bewährt.

 

Ganz wichtig ist es die Ernährungsgewohnheiten anzupassen und entzündungsfördernde Lebensmittel gegen entzündungshemmende Lebensmittel im Ernährungsplan auszutauschen. Dadurch werden Entzündungen im Körper reduziert und das Immunsystem gestärkt.

 

Entzündungsfördernde Lebensmittel

  • Kuhmilchprodukte
  • Weißmehl
  • Zucker
  • fettiges rotes Fleisch
  • gepökelte Fleischerzeugnisse
  • Alkohol
  • Pflanzliche Öle wie Soja, und Sonnenblumenöl
  • Lebensmittelzusätze wie Mononatriumglutamat und Aspartam
  • Margarine mit gehärteten pflanzlichen Ölen
  • Butter
  • Chips, Pommes Frites

Entzündungshemmende Lebensmittel

  • Ananas
  • Äpfel
  • Birnen
  • Zimt
  • Knoblauch
  • Bärlauch
  • Curry
  • Chilli
  • schwarzer Pfeffer
  • Chiasamen
  • Leinsamen
  • Grüner Tee
  • Pfefferminztee
  • Wasser
  • Zitrone

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus den entzündungsfördernden und entzündunghemmenden Lebensmitteln. Eine ausführlichere Auflistung findet Ihr hier.

Eine ausführliche Liste über Lebensmittel, die eine übermäßige Schleimproduktion fördern oder hemmen findet Ihr hier.

Wenn ich auf die obig aufgelisteten Maßnahmen achte, dann habe ich im Jahr nur noch 1-2-mal solche Attacken, die dann aber auch deutlich harmloser im Verlauf sind. Die größten Probleme habe ich noch heute während der Pollenzeit. Eine allergische Reaktion löst den Schnupfen aus, wodurch es zu den oben genannten Problemen kommt.

 

Ich denke das große Problem bei einer Nebenhölenentzündung ist, dass diese nicht richtig ernst genommen wird. Eine richtig schlimm verlaufende Nebenhölenentzündung kann sogar eine Meningitis (Hirnhautentzündung) hervorrufen, welche sogar das zentrale Nervensystem nachhaltig schädigen kann. Dieser Tatsache sollte man sich bewusst sein. Die Behandlung erfolgt meist nicht unmittelbar und zudem werden nur die Symptome kurzfristig bekämpft. So kann man weder einen nachhaltigen Behandlungserfolg erzielen noch kann man kurzfristig einen schlimmeren Verlauf und eine Entstehung einer chronischen Nebenhölenentzündung abwenden. Viele Ärzte verschreiben auch schon bei viralen Infekten Antibiotika, was richtig kontraproduktiv ist. Durch die Verschreibung von Antibiotika wird die Darmflora nachhaltig geschädigt. Das wiederum schwächt das Immunsystem. Hat die Nebenhölenentzündung aber bereits einen sehr schlimmen Verlauf genommen, so kann eine Verschreibung von Antibiotika und anderen Medikamenten aber durchaus notwendig sein. Dennoch wäre es besser, wenn man eine verstopfte Nase und Anzeichen einer Nebenhölenentzündung sofort sehr ernst nimmt. Man sollte sich durch den Arzt krankschreiben lassen und schnell damit beginnen die Belüftungssituation der Nase und deren Nebenhöhlen wieder zu verbessern. Dazu sollte man viel Wasser trinken, abschwellendes Nasenspray mit dem Wirkstoff Dexpanthenol verwenden und mit ätherischen Ölen wie Kamille, Eukalyptus, Latschenkiefer und Fichtennadel und heißem Wasser inhalieren. Dazu nimmt man einen großen Topf füllt diesen mit kochenden Wasser und fügt die ätherischen Öle hinzu. Dann nimmt man ein Handtuch über den Kopf und stülpt diesen über den Topf mit den heißen Dämpfen. Durch das Inhalieren löst sich der festsitzende Schleim und die Schleimhäute werden zudem befeuchtet. Auch hierbei sollte man es nicht übertrieben. Man soll sich auf keinen Fall die Schleimhäute verbrühen, was natürlich nicht hilfreich in diesem Zusammenhang ist. Um die übermäßige Entzündungsreaktion des Körpers abzuschwächen sollte man ein entzündungshemmendes altbewährtes Hausrezept anwenden. Hühnersuppe mit vielen weiteren entzündungshemmenden Zutaten hat sich bei Erkältungen sehr gut bewährt. Des Weiteren helfen Sinupert und Gelomyrtol bei der Heilung der Krankheit. Zudem sollte man viel schlafen und sich ausruhen. Zuletzt sollte man sich Gedanken machen, warum es erst soweit kommen musste. Warum ist das Immunsystem so geschwächt, die Schleimhäute in einem schlechten Zustand und was kann man in Zukunft unternehmen um das zu verbessern?

 

Hier ein Rezept für eine entzündungshemmende Hühnersuppe:

  • Suppenhuhn mit Knochen in Salzwasser (Meersalz) ca. 1,5 bis 2 Stunden köcheln lassen

Dann in der Brühe das Gemüse nochmal kurz aufkochen:

  • Brokkoli
  • Blumenkohl
  • Rosenkohl
  • Karotten
  • Steckrüben
  • Sellerie
  • Zwiebeln
  • Petersilie
  • frischen, roten Pfeffer
  • Chili
  • Kurkuma
  • Currypulver
  • Knoblauch

In einen anderen Topf zunächst

  • Kartoffeln
  • Reis
  • Linsen

für 20 Minuten kochen und zum Schluss die Vollkornnudel reintun (ca. 15 Minuten)

 

Danach die Kohlenhydrate aus Kartoffeln, Reis, Linsen und Vollkornnudeln in die Gemüsebrühe reintun. Das Fleisch des Suppenhuhns vom Knochen ablösen und in die Suppe geben.

 

Dieses Rezept ist keinesfalls bloße Spinnerei. Es enthält viele wichtige Zutaten die u.A. die Entzündungsprozesse im Körper herunterfahren, die Bakterien und Viren bekämpfen, den Schleim in der Nase auflösen und zudem für eine Abschwellung der Schleimhäute in den oberen Atemwegen sorgen. Dies begründet sich folgendermaßen:

 

  • Hühnersuppe blockiert bestimmte weiße Blutkörperchen (Neutrophile), die bei Entzündungsprozessen freigesetzt werden. Neutrophile sind u.A. für Entzündungen und Schwellungen der Schleimhäute in den oberen Atemwegen verantwortlich. Neutrophile werden z.B. bei Infektionskrankheiten in großen Mengen ausgeschüttet.
  • Das Eiweiß Cystein wirkt entzündungshemmend und abschwellend auf die Schleimhäute
  • Das in der Hühnerbrunst enthaltene Carnosin stärkt unser Immunsystem. Dadurch können Krankheitserreger besser abgewehrt werden.
  • Der heiße Dampf und die Hitze der Hühnersuppe hilft die Schnupfenviren zu bekämpfen. Viren sind temperaturempfindlich
  • Der heiße Dampf befeuchtet die Schleimhäute, wodurch Sekret besser abfließen kann
  • Knoblauch wirkt antimikrobiell und entzündungshemmend
  • Chili wirkt fungizid und desinfizierend und fördert die Immunabwehr
  • Kurkuma wirkt antiviral, antimikrobiell und stärkt das Immunsystem
  • Roter Pfeffer erhöht die Bioverfügbarkeit von Kurkuma und hat ähnlich wie Kurkuma antiseptische, antibakterielle und antivirale Eigenschaften

 

Die aufgezeigten Wirkungsweisen sind nur sehr kurz und knapp zusammengefasst. Eine komplette Beschreibung aller Inhaltsstoffe und deren Wirkungsweise würde hier den Rahmen des Themas sprengen.

 

Der letzte Tipp wirkt wie eine Wunderwaffe. Trinkt mit gutem Bio Honig gesüßten Erkältungstee. Der Honig muss definitiv eine Bio-Qualität, vorzugsweise mit Naturland, Bioland oder demeter Siegel, aufweisen, da ansonsten hohe Konzentrationen von Pestiziden zu erwarten sind. Honig wirkt sehr gut gegen Bakterien und Viren. Probiert es aus! 

 

Über eine positive Bewertung und ein Feedback sowie Ergänzungen zu diesem Beitrag würde ich mich sehr freuen. Ich denke, wenn Ihr alle Vorschläge weitestgehend berücksichtigt, dann sollten die lästigen Nebenhölenentzündungen der Vergangenheit angehören. Man benötigt aber schon eine gewisse Portion eiserner Disziplin, um sich wirklich an alle Punkte halten zu können. Wo ein Wille ist, ist aber auch ein Weg. Gute Besserung!

Literatur: 

Zahnärzte Nymphenburg - Kieferhölenentzündung & Zahnschmerzen - Wie hängt das zusammen?

Abrufdatum: 24.06.2018

chronische-sinusitis-heilen.de - Wie kann die Vorbeugung einer Sinusitis gelingen?

Abrufdatum: 24.06.2018

Zeit Online - Wundermittel Bewegung

Abrufdatum: 24.06.2018

spiegel.de - Bei einer Blutvergiftung zählt jede Minute

Abrufdatum: 26.06.2018

spiegel.de - Bakterienduell im Körper macht manche Menschen immun

Abrufdatum: 26.06.2018

gesundheit.de - Hilft Hühnersuppe gegen Erkältung?

Abrufdatum: 28.06.2018

fr.de - Die Kraft der stinkenden Knoblauchknolle

Abrufdatum: 28.06.2018

terravegia.de - Kurkuma gegen grippiale Infekte und mehr

Abrufdatum: 28.06.2018

frische-luft-zu-hause.de - Luftreiniger gegen Zigarettenrauch: Ist das überhaupt effektiv?

Abrufdatum: 26.07.2018

Zentrum der Gesundheit - Die natürliche Darmsanierung - Mehr Power fürs Leben

Abrufdatum: 26.07.2018

 

Bildnachweis: 

1. Wikipedia- By Hellerhoff [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons

2. Wikipedia - By Achim Christoph [Public domain], from Wikimedia Commons

3. Wikipedia -  [Public domain], via Wikimedia Commons

4. Wikipedia - By Hellerhoff [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons

 

Autoreninformation: 

Andreas Schreyer

Denickestraße 3

21073 Hamburg

Staatlich geprüfter Lebensmitteltechniker

Gewerblicher Benutzer: 
Ja