Fruchtbarkeit

Schädigt regelmäßiges saunieren die Fruchtbarkeit beim Mann?

Ich wollte mal fragen, wie schädlich regelmäßiges saunieren für die männliche Libido ist.,Normalerweise sollen ja regelmäßige Saunagänge gut für das Immunsystem sein. Aber wie steht es um die Fruchtbarkeit beim Mann?

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Wärme schadet Spermien

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Es gilt als erwiesen, dass Wärme den Spermien schadet. Sowohl die Spermienanzahl im Ejakulat als auch die Beweglichkeit der Spermien nehmen bei übermäßiger Wärme am Hodensack ab. Nicht umsonst ist der Hodensack außerhalb des männlichen Körpers angesiedelt. Die Temperatur im Hodensack ist immer ungefähr 2°C kühler als die Körpertemperatur, die normalerweise so um die 37°C beträgt.

 

Beim Embryo bildet sich der Hoden nahe der Niere und wandert dann bis zur Geburt in den Hodensack. Es gibt "Fehlbildungen" bei denen der Hodensack zu weit in den Bauchraum ragt oder sich bei der Leiste befindet. Dadurch kommt es häufig zur Unfruchtbarkeit. Das liegt daran, dass die Eier im Hoden in diesem Fall nicht ausreichend kühl gelagert werden. Dadurch verringert sich die Spermienzahl und die Beweglichkeit der Spermien nimmt ab. Es kommt sogar vor, dass Spermien dadurch komplett bewegungslos werden.

 

Beim Saunieren steigt die Hitze über einen kurzen Zeitraum rapide an. Das ist ganz sicher auch nicht gut für die Spermien. Dennoch ist die Hitzebelastung nur auf einen kurzen Zeitraum begrenzt. Laut einem Bericht von freundin schadet die Hitze der Fruchtbarkeit beim Mann. Es komme aber auf die Frequenz der Saunagänge und die Temperatur an. Das Saunarium oder das Dampfbad sei der finnischen Sauna vorzuziehen, da die Temperaturen etwas geringer sind. Durch zu hohe Temperaturen wird die Testosteron- und Spermienproduktion eingeschränkt. Die Samenqualität nimmt vorübergehend ab. Nach einigen Tagen regenerieren sich gesunde Hoden aber wieder von alleine. Hat man akut einen Kinderwunsch, so sollte man auf Saunagänge erst einmal ganz verzichten.

 

In einem Bericht von t-online gab es eine groß angelegte Studie in China, wobei 13600 Spermaproben untersucht wurden. Die Proben wurden nach Entstehungszeit sortiert, so dass man genau sehen konnte, ob eine Probe im Frühjahr, Frühsommer, Hochsommer, Spätsommer oder Winter entstanden ist. Die Sommer haben eine Durchschnitttemperatur von 27°C bis 30°C im Juli in der Provinz Zhejiang, wo die Proben entstanden sind. Man konnte einen eindeutigen Einbruch der Spermienqualität im Hochsommer nachweisen.

 

Zudem kann laut einem Zeitungsbericht von "Der Hausarzt" auch eine vorübergehende Unfruchtbarkeit durch Fiber ausgelöst werden. Steigt die Körpertemperatur in Folge einer Infektion über mehrere Tage über 39°C an, so erhitzt sich auch der Hodensack. Gerade die Spermatide (Spermien im frühen Entstehungsstadium) sind sehr empfindlich gegenüber Hitze. Die Spermaqualität nimmt in Folge eines Fiber-Schubs über mehrere Wochen stark ab. Erst nach ca. 12 Wochen können sich die Hoden wieder komplett regenerieren.

 

Das alles zeigt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Hitze und Spermienqualität. Man sollte also generell darauf achten den Hodensack nicht zu überhitzen.

Ursachen für erhöhte Hodentemperatur

  • zu enge Unterhosen
  • zu enge Hosen
  • Laptop auf dem Schoss (Mini-Sauna)
  • langes Sitzen, gerade mit Sitzheizung
  • Whirlpool-Sessions
  • Wärmebäder
  • zu heiß duschen
  • Thermalbäder
  • lange Sonnenbäder in knalliger Hitze

Die Hoden haben ein Venengeflecht, welches für ausreichend Kühlung sogt. Das erklärt auch, warum weite Teile Afrikas oder Indiens nicht bevölkerungslos sind. Die Kühlung der Hoden funktioniert aber nur im Stehen oder Gehen optimal. Sitz man zu lange z.B. mit übereinandergeschlagenen Beinen, so funktioniert dieser natürliche Kühlmechanismus nicht mehr. Man sollte also nicht den ganzen Tag nur rumsitzen, sondern sich auch mit luftigen Hosen etwas mehr bewegen. Das kann der Samenqualität auch einen Vorteil verschaffen.

 

Man sieht also, dass man nicht nur durch das Saunieren die Hitze am Hoden überhöhen kann. Man sollte also generell darauf achten die Hoden kühl zu halten. Auch beim Schlafen bietet es sich an besser nackt zu schlafen. Nackt ist die Kühlung des Hodens am besten.

 

 

 

Wie kann man die Fruchtbarkeit verbessern

Ich bin 42 Jahre alt und habe dennoch ein Kinderwunsch. Nun wollte ich mal fragen, was man tun kan um die eigene Fruchtbarkeit zu verbessern.

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Lebensgewohnheiten anpassen

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Es gibt eine große Vielzahl an Einflussfaktoren auf die menschliche Fruchtbarkeit beim Mann und der Frau. Hier möchte ich einmal einige Lebensmittel und Lebensumstände auflisten, die der Fruchtbarkeit beim Mann und bei der Frau abträglich sind:

Negative Einflussfaktoren auf die Fruchtbarkeit:

  • Kaffee und Tee (Allgemein koffeinhaltige Getränke)
  • fettige Speisen
  • aktives oder passives Rauchen
  • Alkoholkonsum
  • Übergewicht
  • Untergewicht
  • unzureichendes Sonnenlicht
  • zu wenig Schlaf
  • zu viel Stress
  • Bisphenol A (Weichmacher in Kunststoff)
  • Folsäure- und Jodmangel bei der Frau
  • Zink- und Selenmangel beim Mann

Positive Einflussfaktoren auf die Fruchtbarkeit:

  • Berechnung des Eisprungs kann Helfen
  • Sport treiben, Extremsport meiden
  • viel Wasser trinken
  • Pflanzen, die die Fruchtbarkeit erhöhen

Ich denke, wenn man Kinder bekommen möchte, dann sollte man zunächst einmal den Stress reduzieren und Karriereziele und andere Zeitkiller beseitigen. Was nützt einen es, wenn man im 4-Schicht System alles gibt, um evtl. noch ein bis zwei Euro mehr auf dem Konto zu haben. Die Zeit rennt. Irgendwann ist die Zeit abgelaufen.

 

Die Frau ist während eines Zyklus nur an einigen wenigen Tagen fruchtbar. In dieser Zeit muss es also klappen. Daher eignen sich Berechnungsmethoden, um den Eisprung ganz korrekt zu kennen. An diesen Tagen sollte dann der Geschlechtsverkehr auch möglich sein. Ist der Mann mal wieder auf einer Geschäftsreise oder total ausgebrannt von der Nachtschicht daheim zu Hause an solchen Tagen, dann ist die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung eher gering. Auch der Mann muss in einer guten Körperlichen Verfassung sein, um sein Mann stehen zu können. Wenn man also einen Kinderwunsch hat, dann sollte man es auch mit Bedacht umsetzen.

 

Die Lebensumstände spielen dabei auch eine ganz entscheidende Bedeutung. Man sollte ein wenig mehr Ruhe in den Alltag bringen, um sich auch Zeit für Einander einzuräumen. Auch die Ernährungssituation spielt, wie oben in der Liste aufgezeigt, eine bedeutende Rolle. Des Weiteren spielt auch das Sonnenlicht als Einflussfaktor für die Fruchtbarkeit sowohl beim Mann als auch bei der Frau eine Rolle. Sonnenlicht beeinflusst den Hormonhaushalt im menschlichen Körper. Durch Sonnenlicht wird Vitamin D gebildet. Beim Mann ist das Sexualhormon Testosteron und bei der Frau Östrogen. Vitamin D hat einen Einfluß auf die Hormonkonzentration im Blut. Beim Mann ist das Testosteron für die Spermienproduktion von entscheidender Bedeutung. Die Beweglichkeit der Spermien nimmt mit einem ausreichenden Testosteronspiegel zu. Aber Vorsicht: Zu heiß sollte es draußen nicht sein. Wird der Hodensack zu heiß, nimmt die Fruchtbarkeit wiederum ab. Fruchbarkeit beim Menschen ist also eine richtige Wissenschaft. Wenn alles passt, dann steht dem Kinderwunsch in den meisten Fällen auch nichts entgegen.

 

In der heutigen Zeit kriegen Frauen statistisch gesehen immer später Kinder. Die stressige Berufssituation, finanzielle Sorgen oder manchmal auch ein ausgiebiges Partyleben können den Kinderwunsch immer weiter rauszögern. Irgendwann merkt man, dass es eigentlich schon zu spät dafür ist. Viele Frauen gehen dann den Weg über eine künstliche Befruchtung, um dennoch schwanger zu werden. Auch eine Eizellen-Spende einer jüngeren Mutter bietet Chancen. Des Weiteren gibt es spezielle Hormonbehandlungen, die einen Eisprung begünstigen.

 

Darüber hinaus sind die heutigen Mittel zur Verhütung sehr viel besser als damals. Häufig werden enorme Anstrengungen unternommen, um auf keinen Fall schwanger zu werden. Dabei lassen viele die Gefahr einer drohenden Unfruchtbarkeit mit zunehmenden Alter völlig außer Acht.

 

Es gibt neuerdings sogar Möglichkeiten die Fruchtbarkeit durch einen Arzt feststellen zu lassen. Mit Hilfe einer Kombination aus Ultraschall und Blutuntersuchung, kann die Fruchtbarkeit bestimmt werden. Dabei wird das sogenannte Anti-Müller-Hormon im Blut untersucht. Umso mehr man von diesem Hormon im Blut nachweisen kann, desto mehr Eizellen sind vorhanden. Die Ultraschalluntersuchung zeigt zudem ganz konkret wie viele Eizellen an einem Eierstock zu finden sind. Sind pro Eierstock nur 1-2 Eizellen vorhanden, so ist die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung eher gering. Bei 12 und mehr Eizellen pro Eierstock ist die Fruchtbarkeit hingegen sehr hoch. Gerade bei Frauen ab 40 Jahren, kann diese Untersuchung helfen, um genau Bescheid zu wissen, ob evtl. besser medizinische Hilfe zum schwanger werden in Anspruch genommen werden soll.